Förderung des Fernstudiums durch Weiterbildungs- und Qualifizierungsschecks der Bundesländer

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Neben der institutionellen Förderung und Finanzierungsformen wie Stipendien, Bildungsfonds oder Studien-bzw. WeiterbildungsscheckBildungskrediten unterstützt auch eine Reihe von den Bundesländern die berufliche Weiterbildung von Beschäftigten in ihrem jeweiligen Zuständigkeitsbereich.

Die Programme der Länder werden in der Regel aus Landesmitteln und Mitteln des Europäischen Strukturfonds ESF finanziert, können auf unterschiedliche Zielgruppen fokussieren und bestimmte Anforderungen an

  • den Standort und die Betriebsgröße des Unternehmens (Anzahl der Mitarbeiter),
  • den Wohnort und / oder das Alter des Beschäftigten,
  • der Arbeitsort,
  • die minimalen oder maximalen Kosten der Weiterbildungsmaßnahme(n),
  • den Bildunganbieter,
  • eine persönliche Bildungsberatung bei einer zugelassenen Beratungsstelle

voraussetzen.

Die bundeslandabhängigen Förderungen von beruflichen Weiterbildungen durch Weiterbildungs- und Qualifizierungsschecks werden in regelmäßigen Abständen novelliert und den aktuellen Bedarfen angepasst.

 

Bundesland

Förderung
wer-was-wie

Voraussetzungen
BRANDENBURG
Bildungsscheck
  • Beschäftigte mit Bezug von Arbeitslosengeld II (Aufstocker); Mütter und Väter in Elternzeit
  • berufliche Weiterbildungen, Maßnahmen zur persönlichen Karriereentwicklung und zur individuellen Berufswegeplanung
  • maximal 70 % der Kursgebühren
  • pro Person bis zu 2 Bildungs­schecks jährlich
  • Mindestkosten der Weiterbildung 1.000 Euro
  • Hauptwohnsitz im Land Brandenburg
BREMEN
Weiterbildungsscheck
  • Erwerbsfähige ohne Ausbildung, aber mit Berufserfahrung
  • Vorbereitung auf die Externenprüfung ohne Durchlauf der Ausbildung
  • individuelle Förderung
  • Hauptwohnsitz in Bremen
HAMBURG
Weiterbildungsbonus
  • Arbeitnehmer und Selbstständige sowie Geringqualifizierte, Personen mit Migrationshintergrund, Auszubildende, Alleinerziehende, Beschäftigte in Elternzeit, Existenzgründer sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im ALG II-Bezug (Aufstocker)
  • berufliche Weiterbildung
  • zwischen 50 und 100 % der Fortbildungskosten, max. 2.000 Euro pro Jahr
  • Arbeitnehmer in Betrieben mit bis zu 249 Mitarbeitern
  • Wohn- oder Arbeitsort in Hamburg
HESSEN
Qualifizierungsscheck
  • Arbeitnehmer ohne Berufsabschluss oder mit Tätigkeiten ohne Abschluss
  • berufliche Weiterbildungen bei einem zertifizierten Bildungsanbieter, die mindestens 1.000 Euro kosten
  • 50 % der Teilnahme- und ggf. Prüfungsgebühren, maximal 4.000 Euro
  • Mindestalter 27 Jahre
  • Hauptwohnsitz in Hessen
NORDRHEIN-WESTFALEN
Bildungsscheck
  • Arbeitnehmer ohne Berufsabschluss, mit befristeter Einstellung oder geringfügig Beschäftigte / Zeitarbeiter
  • Berufliche Weiterbildungen für den Erwerb von fachlichen Kompetenzen und Schlüsselqualifikationen
  • 50 % der Kurs- und Prüfungsgebühren, maximal 500 Euro
  • Beantragung aller 2 Jahre möglich
  • Arbeitnehmer muss in Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten tätig sein
  • zu versteuerndes Jahreseinkommen < 30.000 Euro
  • Wohnsitz oder Arbeitsort in NRW
RHEINLAND-PFALZ
 QualiScheck
  • Arbeitnehmer mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von weniger als 20.000 Euro
  • berufsbezogene berufliche Weiterbildungen zum Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit
  • 50 % der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren, max. 500 Euro pro Person und Kalenderjahr
  • Mindestkosten 1.000 Euro
  • Hauptwohnsitz in Rheinland-Pfalz

SACHSEN
 Weiterbildungsscheck
individuell

 

  • Beschäftigte, Auszubildende, Berufsfachschüler (ab vollendetem 18. Lebensjahr), Berufsrückkehrer, arbeitslose Nichtleistungsempfänger
  • berufliche Weiterbildung·bei externen Bildungsanbietern
  • zwischen 50 und 80 % der Kurs- und Prüfungsgebühren
  • förderfähige Kosten der Weiterbildungsmaßnahme mindestens 1.000 Euro bei Arbeitnehmern, ansonsten mindestens 300 Euro
  • Hauptwohnsitz in Sachsen
SACHSEN-ANHALT
Weiterbildung DIREKT
  • Arbeitnehmer mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von unter 4.575 Euro; Arbeitslose ohne Leistungsbezug, Azubis und Berufsrückkehrer
  • berufliche Weiterbildungen und weiterbildende Studiengänge bis zu 4 Jahren Dauer in Teil- oder Vollzeit
  • zwischen 60 und 90 % der Weiterbildungsausgaben
  • bei Azubis max. 3.000 Euro, bei den übrigen Zielgruppen bis max. 25.000 Euro
  • Mindestkosten der Weiterbildung 1.000 Euro / bei Azubis mindestens 500 Euro
  • Hauptwohnsitz bzw. Ausbildungsbetrieb in Sachsen-Anhalt

SCHLESWIG-HOLSTEIN
Weiterbildungsbonus

  • Azubis und Arbeitnehmer
  • berufliche Weiterbildungen zwischen 16 und 400 Zeitstunden (auch Online-Kurse und Fernlehrgänge)
  • bis zu 50 % der Kurskosten, maximal 2.000 Euro
  • Mindestkosten der Weiterbildung 160 Euro
  • Wohnsitz oder Arbeitsort in Schleswig-Holstein
THÜRINGEN
Weiterbildungsscheck
  • Arbeitnehmer in Thüringer Unternehmen
  • Weiterbildungen für den Beruf bei einem Bildungsanbieter
  • bis zu 1.000 Euro
  • Beantragung aller 2 Jahre möglich
  • zu versteuerndes Jahreseinkommen < 20.000 Euro

 

PRAXISTIPP!

Obwohl sich Antragsverfahren und Ansprechpartner in allen Bundesländern unterscheiden, sind die SP_logo16_TippAnträge für den Erhalt von Weiterbildungs- und Qualifizierungsscheck grundsätzlich rechtzeitig vor Maßnahmebeginn bei der zuständigen Stelle einzureichen.
In Sachsen sind z. B. auch drei Angebote verschiedener Bildungsanbieter notwendig, um eine Förderung zu erhalten.


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