Fast jede dritte Stelle wird über Kontakte vergeben
Persönliche Kontakte vergrößern Chancen bei der Jobsuche / Online-Netzwerke wie Linked-in und Xing profitieren durch steigende Mitgliederzahlen
Düsseldorf, 20.10.2009, Gerade in der aktuellen Krise sollten Jobsuchende verstärkt ihre Netzwerke ausbauen, um ihre Chancen auf eine neue Stelle zu verbessern, rät das Magazin Handelsblatt Junge Karriere in seiner November-Ausgabe. Bereits im vergangenen Jahr wurde nach einer Befragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung fast jede dritte Stelle (29 Prozent) über Kontakte vergeben. Gerade für hochqualifizierte Arbeitnehmer sind Netzwerke bei der Stellensuche unverzichtbar geworden.
Laut Forsa ist inzwischen jede fünfte Führungskraft in Deutschland vernetzt, Tendenz stark steigend. Das zeigen auch die Nutzerzahlen von Online-Netzwerken: So hat seit Beginn der Wirtschaftskrise im September 2008 das weltweit größte Online-Netzwerk Linked-in einen doppelt so hohen monatlichen Zuwachs wie in den Monaten zuvor. Auch das aus Deutschland stammende Netzwerk Xing verzeichnet eine starke Zunahme: Eine Million neue Mitglieder meldeten sich seit Jahresbeginn an. "Aus dem alten Vitamin B ist das neue Vitamin N - für Netzwerke geworden", sagt Tanja Kewes, Geschäftsführende Redakteurin bei Handelsblatt Junge Karriere.
In Deutschland nutzen derzeit vor allem mittlere und kleine Unternehmen das Netz zum Recruiting. "Wir haben bei Xing den Einblick in acht Millionen Bewerbungsunterlagen", sagt Christian Borchert von der IT-Unternehmensberatung Vianova, die innerhalb des vergangenen halben Jahres fünf Mitarbeiter über Xing eingestellt hat. Um als Bewerber das Potenzial der virtuellen Netzwerke optimal für die Stellensuche zu nutzen, sollte man einige Dinge beachten. Ganz wichtig ist ein professionelles Foto. Wenn der Personaler schon ein Bild von seinem Kandidaten hat, kann er eine Beziehung zum Bewerber aufbauen, was bei einem ersten Telefonat Pluspunkte bringt.
Bei der Beschreibung im Profil sollte man sich Gedanken machen, wonach die Unternehmen suchen und dementsprechend Schlagworte verwenden. Um die Aufmerksamkeit zu erhöhen, kann man sich außerdem an Diskussionen in fachspezifischen Foren beteiligen. Allerdings sollte man darauf achten, dass man hinter seinen Äußerungen und Informationen auch zu 100 Prozent steht, schließlich sind sie im Internet sehr lange abrufbar. Wahllos Kontakte zu sammeln, macht hingegen keinen Sinn.
Quelle: „Handelsblatt Junge Karriere, Ausgabe 11/2009“
Die November-Ausgabe von Handelsblatt Junge Karriere erscheint am 23. Oktober 2009.
Über Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH
Das Handelsblatt-Magazin für den Karrierestart ist mit 140.006 verkauften Exemplaren (IVW II/2009) das auflagenstärkste Monatsmagazin in diesem Bereich. Junge Karriere richtet sich an Studenten, Absolventen und Berufseinsteiger und bietet Orientierung bei Studium, Bewerbung und erstem Job. Zudem stellt das Magazin Unternehmen als Arbeitgeber vor, nennt Branchentrends und Gehälter und informiert in einem eigenen Hochschul-Ranking über Studienmöglichkeiten. Zusätzlichen Service bietet die Internetseite www.karriere.de: Praktikumsbörse, Gehalts-Check, Unternehmens- und Hochschuldatenbank, Bewerbungs- und Karrieretipps sowie eine Jobsuchmaschine. Zur Produktfamilie gehört außerdem das Sonderheft „Handelsblatt Junge Karriere ABI“ mit der Aktion "Chef zu gewinnen", die Initiative "Fair Company", die Auszeichnung "Karriere des Jahres" und die Veranstaltungsreihe "Handelsblatt Junge Karriere Forum".