TU Kaiserslautern unter den sechs Siegeruniversitäten - Preisgeld von je einer Million Euro
TU Kaiserslautern als einzige rheinland-pfälzische Hochschule in der Endrunde

Kaiserslautern, 19.10.2009,
Die Sieger im Wettbewerb exzellente Lehre von Stifterverband und
Kultusministerkonferenz stehen fest. Eine internationale Jury hat nach
jeweils zweitägigen öffentlichen Anhörungen sechs Universitäten
ausgewählt.
Dreizehn Finalisten deutscher Universitäten waren am 14. Oktober in
Berlin und wurden in der Berlin-Brandenburgischen Akademie von einer
Gutachterkommission und von einem Plenum von über 200 Vertretern aus
Hochschule und Politik jeweils eine Stunde lang angehört. Die TU
Kaiserslautern war mit insgesamt zehn Vertretern eine sehr starke
Delegation und hatte sich im Vorfeld abgestimmt, für das Podium zwei
Studierende von insgesamt fünf erlaubten Podiumsmitgliedern
aufzustellen, um auch schon dadurch die Kernbotschaft der Bewerbung,
nämlich "Studierende als Partner" zu symbolisieren. Die Präsentation
wurde ebenfalls partnerschaftlich gestaltet, von der
Informatik-Studierenden Annika Leveringhaus eröffnet und vom
Vizepräsidenten für Studium und Lehre, Lothar Litz, fortgeführt.
Der Wettbewerb "Exzellenz in der Lehre" war vom Stifterverband für die
deutsche Wissenschaft und von der Kultusministerkonferenz
ausgeschrieben und zeichnet nun insgesamt sechs deutsche Universitäten,
darunter neben der TU Kaiserslautern die RWTH Aachen, Bielefeld,
Freiburg, TU München und Potsdam, mit jeweils einer Million Euro aus.
Das Preisgeld soll für mehr als ein Dutzend Projekte verwendet werden,
die unter intensiver Mitwirkung der Studierenden der Fachbereiche der
TU Kaiserslautern konzipiert wurden.
Beispiele sind das Projekt "Kontaktstudierende" der Mathematik, das
Mentoren-Projekt der Informatik sowie die Projekte "Deutsch im Labor"
des Fachbereichs Elektrotechnik/Informationstechnik und "IDEE"
(Integrated Design, Engineering, Education) des Fachbereichs
Maschinenbau/Verfahrenstechnik.
Der Generalsekretär des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft,
Andreas Schlüter, sagte: "Ein partnerschaftlicher Dialog zwischen
Dozenten und Studenten ist nicht das Ergebnis guter Lehre, sondern
deren Voraussetzung". Dies ist im Antrag der TU Kaiserslautern in
besonderer Weise beschrieben.
Ursprünglich hatten sich 108 Hochschulen beworben, 13 Universitäten waren zur Teilnahme an der Endrunde eingeladen.
Innovative Konzepte in der Lehre mit den Studierenden als Partner
(Kurzfassung des Antrags der TU Kaiserslautern)
Im Gegensatz zu anderen Universitäten betrachtet es unsere TU als
besondere Herausforderung, nicht nur die besten, sondern alle
studierfähigen Studierenden zu einem für sie geeigneten Abschluss zu
führen. Dieses Ziel gilt insbesondere für die grundständigen
Studiengänge und soll anhand innovativer Konzepte mit hohem
Umsetzungspotenzial erreicht werden. Im Zentrum stehen dabei die
Studierenden als Partner, die wir als einen sich ständig erneuernden
Motor der Innovation betrachten. Die Prozesse zum Erreichen des Ziels
werden mit möglichst wenig Bürokratie und einengenden Hürden
einhergehen.
Daraus resultiert eine hohe Gestaltungsfreiheit für Lehrende,
Studierende und Fachbereiche, die den unterschiedlichen Fachkulturen
entgegen kommt und zusätzlich der Motivation der Beteiligten dient. Mit
einer hohen Freiheit geht eine hohe Verantwortung einher. Sie mündet in
der Pflicht zu einer hohen Transparenz und zur jährlichen Darstellung
von Zielen und Ergebnissen der Fachbereiche vor der Hochschulleitung
und einem externen Expertengremium. Vier Fachbereiche mit bereits sehr
hohem Qualitätsstand in der Lehre haben sich im Antrag verpflichtet,
die neuen Strukturen und Prozesse pilotmäßig zu nutzen und mit Leben zu
erfüllen. Es sind die Fachbereiche Elektro-/Informationstechnik,
Informatik, Maschinenbau/Verfahrenstechnik und Mathematik. Diese
Pilotfachbereiche werden Vorreiter für die gesamte Universität und
stellen ihre Erfahrungen für die sich anschließenden übrigen
Fachbereiche zur Verfügung.
Das beiliegende Foto, aufgenommen am Tag der Vorstellung des Antrages in Berlin, mit der gesamten Gruppe der TU Kaiserslautern:
TU-Präsident Prof. Dr. Helmut Schmidt, Vizepräsident Prof. Dr.-Ing.
Lothar Litz, Prof. Dr. Klaus Schneider, Dr. Claudia Gomez Tutor, Dr.
Christoph Lossen, Thomas Trapp (AStA), Stephan Oberfranz (studentischer
Senator), Laura Vettin (Mathematik), Annika Leveringhaus (Informatik),
Dr. Diana Casel (Lehrreferentin), v.r.n.l.